Du überlegst, dir ein Septum Piercing stechen zu lassen, möchtest aber gern erst einmal aus erster Hand wissen, wie das so ist? Dann lies hier weiter – ich erzähle dir von meiner Septum Piercing Erfahrung!

Vorher ganz kurz zu mir: Ich bin Wiebke, 28 Jahre alt und arbeite beim Shimo Shop. 2014 habe ich mir mein Septum Piercing stechen lassen. Es ist mein 7. Piercing.

 

Meine Septum Piercing Erfahrung – Teil 1: Probieren geht über Studieren

Fake Piercing Ring zum Schieben 8-10mm
Fake Piercing Ring zum Schieben 8-10mm

Bevor ich mir mein Septum tatsächlich stechen ließ, dachte ich schon länger darüber nach. Denn gerade so ein Piercing im Gesicht will ja gut überlegt sein. Ich fand es bei anderen Mädels immer schon toll, habe aber gezweifelt, ob es auch mir stehen würde. Ich wollte die Kosten und das Piercen aber nicht umsonst auf mich nehmen, um dann enttäuscht feststellen zu müssen, dass mir das Septumpiercing an mir selbst gar nicht gefällt. Also entschloss ich mich, erst einmal ein Fake Septum auszuprobieren und zu sehen, wie es mir steht. Gesagt, getan. Ganz gespannt stand ich vor dem Spiegel und klemmte mir das Fake Septum an die Nase, begutachtete alles genau von allen Seiten und machte ein paar Selfies. Dann lief ich noch etwas weiter damit herum, immer wieder natürlich auch an dem ein oder anderen Spiegel vorbei, und wertete meine Fotos ganz genau aus. Und was ich sah gefiel mir dann auch. Also konnte ich mir ja nun beruhigt ein echtes Septum Piercing stechen lassen.

Aus dem 1. Teil meiner Septum Piercing Erfahrung habe ich daher folgenden Tipp für dich:

Wenn du dir unsicher bist, ob dir ein Septum Piercing wirklich steht, dann probiere es vorher erst einmal mit einem Fake Septum. Nimm dazu am besten ein schlichtes ohne viel „Klimbim“.

Hier habe ich vor dem Stechen lassen des echten Piercings erst einmal mit einem Fake Septum Piercing herumprobiert, wie es an mir aussieht und ob es mir gefällt.

 

Meine Septum Piercing Erfahrung – Teil 2: Ab zum Piercer

Ich konnte es kaum erwarten, mir meine neuen Wunschpiercings machen zu lassen. Neben dem Septum Piercing wollte ich nämlich auch gleich noch ein zweites Lippenpiercing haben. Ein paar Tage später hatte ich dann endlich Zeit, ins Piercing Studio meines Vertrauens zu gehen. Hier hatte ich mir schon all meine anderen Piercings stechen lassen und war immer sehr zufrieden. Die Piercerin hat sehr viel Erfahrung, das Studio ist hygienisch, die Beratung ist nett und professionell und die Piercings waren immer einwandfrei platziert und ohne Komplikationen verheilt.

Hufeisen-Ring gold 6-12mm

Das Stechen des Septum Piercings lief dann wie folgt ab: Die Piercerin ging mit mir in ins „Behandlungszimmer“. Dort setzte ich mich auf einen Stuhl und sie sich vor mich auf einen Hocker. Dann besprachen wir erst einmal gemeinsam, welchen Schmuck ich eingesetzt bekomme. Ich wollte gern einen Hufeisen-Ring in gold, für den die Piercerin einen Durchmesser von 8 oder 10 Millimeter als passend für mein Gesicht empfahl. Da ich mein Septum Piercing schon gern etwas auffälliger haben wollte, entschied ich mich für die größere Variante, also 10 mm. Als nächstes zog sich die Piercerin ihre medizinischen Handschuhe an und desinfizierte meine Nase. Nun markierte sie sich die Einstichstelle und Ausstichstelle. Dazu zeichnete sie mit einem feinen schwarzen Stift je einen kleinen Punkt auf beide Seiten meiner Nasenscheidewand. Mit einer speziellen Piercingzange fixierte sie schließlich meine Nasenscheidewand und dann ging es auch schon los mit dem Piercen. Kanüle durch, Piercing rein, zuschrauben, fertig. Alles ging schnell und eigentlich auch schmerzlos, natürlich ohne Betäubung, da diese beim Septum Piercing nicht üblich ist. Ich habe wenn überhaupt nur einen kleinen Moment Druck verspürt, von Schmerzen aber würde ich da wirklich nicht reden.

Aus dem 2. Teil meiner Septum Piercing Erfahrung habe ich daher folgende Tipps für dich:

Gehe nur in ein professionelles Piercing Studio. Wenn du noch keinen Piercer deines Vertrauens gefunden hast, höre dich bei Freunden um und sieh dir verschiedene Studios an. Erkundige dich z.B. darüber, wie lange es das Piercing Studio schon gibt, achte auf die Hygiene im Studio und höre auf dein Bauchgefühl, ob du dich dort wohl fühlst.

Überlege dir am besten auch schon, welchen Schmuck du dir einsetzen lassen möchtest. Das Septum Piercing schwillt i.d.R. nicht sehr doll an. Das Piercing, was du als Erstschmuck bekommst, muss also meist nicht noch mal ausgetauscht werden, sondern kann problemlos weiter drin bleiben.

Vor dem Stechen brauchst du keine Angst zu haben. Auch wenn das Septum Piercing ohne Betäubung gestochen wird, tut es gar nicht wirklich weh.

 

Meine Septum Piercing Erfahrung – Teil 3: Pflege und Heilung

ProntoLind Spray
ProntoLind Spray

Nach dem Stechen bekam ich von meiner Piercerin noch Hinweise zur richtigen Pflege. Sie riet mir, welche Produkte ich am besten verwenden und wie oft ich das Septum Piercing damit behandeln sollte. So viel gab es da aber gar nicht zu beachten. Ich musste das Septum Piercing lediglich ab und zu mit etwas Desinfektionsmittel reinigen. Die Heilung lief dann quasi wie von allein. Wirkliche Schmerzen hatte ich auch dabei nicht. Zwar merkte ich anfangs z.B. beim Ausschnauben noch ein kleines bisschen, dass das Septum Piercing noch nicht ganz verheilt war, aber als schmerzhaft würde ich das nicht beschreiben, eher als noch ungewohnt, maximal als etwas unangenehm. Aber das verflog auch ganz schnell. Nach etwa vier Wochen fühlte sich mein Septum Piercing schon gut verheilt an.

Aus dem 3. Teil meiner Septum Piercing Erfahrung habe ich daher folgenden Tipp für dich:

Reinige dein Septum Piercing mit einem Desinfektionsspray für Piercings wie z.B. Prontolind. Die Heilung sollte dann realtiv schnell und komplikationslos verlaufen. Die Heilungsdauer beträgt ein bis drei Monate. Falls du starke Schmerzen oder eine unnormal starke Schwellung bekommst, lasse das unbedingt von deinem Piercer behandeln. Doktere nicht selbst daran herum und warte nicht zu lange. Auch wenn sich dein Piercing nach der gewöhnlichen Heilungsdauer noch immer nicht ganz schmerzfrei anfühlt, solltest du das noch mal checken lassen.

 

Meine Septum Piercing Erfahrung – Teil 4: Im Alltag

Als ich das Septum Piercing noch nicht hatte, konnte ich mir immer gar nicht so recht vorstellen, wie es damit wohl ist, wenn man z.B. Schnupfen hat und die Nase ausschnauben muss. Und obwohl ich ja schon viele andere Piercings hatte, die mich bisher in keinster Weise gestört oder nach der Heilung je wieder nur den kleinsten Schmerz hervorgerufen hatten, dachte ich immer, es würde vielleicht weh tun oder zumindest irgendwie unangenehm sein. Was ja eigentlich unlogisch ist, denn warum sollte es beim Septum Piercing auf einmal anders sein als bei den bisherigen Piercings!? Ich konnte aber auch niemanden fragen, da keiner aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis ein Septum Piercing hatte. Also ließ ich es einfach auf mich zukommen und heute kann ich sagen: wenn das Septum Piercing verheilt ist, beeinträchtigt es überhaupt nicht. Man kann ganz normal ausschnauben, es tut nicht weh und ist auch nicht unangenehm. Im Prinzip merkt man es kaum.

Wenn ich das Septum Piercing verstecken möchte, ist mein Hufeisen-Ring besonders praktisch. Die Lücke zwischen beiden Kugeln ist groß genug, dass ich das Piercing ganz einfach in meine Nase herein drehen kann. So wird es innerhalb einer Sekunde unsichtbar, ohne dass ich mir die Mühe machen muss, es erst heraus zu nehmen und später wieder rein zu machen. Das geht schön schnell und einfach. Und wenn das Septum Piercing wieder sichtbar sein darf, kann ich es genauso schnell und einfach wieder hervor holen. Diese Möglichkeit, mein Septum Piercing zu verstecken, nutze ich z.B. wenn ich mal „seriös“ aussehen muss oder auch beim Küssen. Ja zugegeben und ehrlich gesagt ist das ist die einzige Sache, bei der mich das Septum Piercing dann doch mal stört.

Aus dem 4. Teil meiner Septum Piercing Erfahrung habe ich daher folgenden Tipp für dich:

Das Septum Piercing stört minimal bis gar nicht bei Schnupfen, Ausschnauben, etc. Darum brauchst du dir also kaum Gedanken machen. Wenn du das Septum Piercing auch mal verstecken musst, empfehle ich einen Hufeisen-Ring oder alternativ einen Septum Clicker. Der lässt sich ohne komplizierte Schraubkugeln schnell aus- und wieder einklicken. Am Ende bleibt es aber natürlich ganz dir selbst überlassen, welches Septum Piercing du am schönsten findest und tragen möchtest.

So verstecke ich mein Septum Piercing. Ich drehe den Hufeisenring einfach in die Nase rein. Mit nur einem Handgriff verschwindet das Septum Piercing aus dem Gesicht.
Von vorne und von den Seiten sieht man dann gar nichts mehr vom Septum Piercing. Nur wenn man ganz genau von unten in die Nase reinguckt, kann man es es vielleicht entdecken. Aber wer macht das schon!? 😉

Welche Erfahrungen habt ihr mit eurem Septum Piercing gemacht? Teilt doch gern eure Erfahrungsberichte und Tipps in den Kommentaren!


 

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