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Piercing - Was heißt das überhaupt? - Definition

Das Wort Piercing kommt vom englischen Wort „to pierce“ und bedeutet „durchstechen, durchbohren“. Das Piercing stellt eine Form der Körpermodifikation dar. Es wird Schmuck aus unterschiedlichen Materialien (wie z.B. Titan, Chirurgenstahl, Gold, Silber, etc.) in Form von Ringen oder Stäben an den verschiedensten menschlichen Körperstellen angebracht. Dazu muss die Haut, das darunterliegende Fettgewebe oder Knorpelgewebe zunächst gepierct (durchstochen) werden.

Obwohl das Tragen von Körperschmuck durch die Haut schon eine sehr lange Tradition hat, etablierte sich der Begriff „Piercing“ erst Mitte der 1990er Jahre.

„Piercings sind doch voll 90er!“ – „Ha, von wegen!“ - Herkunft und Entstehung

Das gewollte und gezielte Durchstechen unterschiedlichster Stellen des Körpers und der Haut um diese mit Schmuck aus verschiedensten Gegenständen zu verzieren, fand bereits vor ca. 7000 Jahren statt. Man fand Schmuck und Zeichnungen aus dieser Zeit, die das belegen. Piercings dienten nicht nur der äußerlichen Verschönerung des Körpers, sondern hatten darüber hinaus auch noch die Funktion die Zugehörigkeit zum eigenen Volksstamm anzuzeigen und sich gleichzeitig von anderen abzugrenzen. Außerdem waren sie Teil von spirituellen Ritualen oder dienten als Symbol für einen Veränderungsprozess der Reife oder der gesellschaftlichen Stellung.
Zu den traditionellen Piercings zählt Schmuck in den Ohrläppchen, den Nasenflügeln, der Nasenscheidewand, den Lippen und den Genitalien, welcher von den Ureinwohnern Amerikas, Afrikas und Asiens getragen wurde. Sie fertigten ihren Piercingschmuck aus Holz, Horn, Knochen, Quarz, Perlmutt und einfachen Metallen an.
Die ersten Ohrlöcher können etwa 1550 v. Chr. in Ägypten nachgewiesen werden. Die Totenmaske des Pharao Tutanchamun zeigt ihn sogar mit gedehnten Ohrlöchern. Nicht nur die alten Ägypter verfolgten dieses Schönheitsideal, auch Buddha-Statuen und Relikte der Azteken werden mit geweiteten Lobes dargestellt. Mittelamerikanische Völkerstämme wie die Purépecha, die Zapoteken und die Azteken  trugen außer gedehnten Ohrlöchern auch noch Lippenpflöcke und Septumschmuck.

Piercings sind bei den Traditionsvölkern sehr beliebt Bei den Menschen des noch heute bekannten Volkes „Mursi“  (im Süden Äthiopiens lebend) werden Ohrläppchen und Unterlippe durchstochen oder eingeschnitten und danach geweitet. Die Frauen tragen sogenannte Tellerlippen. Je größer der Teller ist, desto mehr Ansehen genießt die Frau innerhalb des Stammes. Indische Frauen tagen traditionsgemäß Ohrringe und einen Stecker im Nasenflügel. Schon kleinen Kindern werden aufgrund des hinduistischen Glaubens Ohrlöcher gestochen, um sie vor Krankheiten zu bewahren.
Für Europa gibt es kaum Nachweise für eine weit zurückliegende Tradition des Piercings. Allerdings wurde eine ungefähr 2600 Jahre alte keltische Maske aus Bronze gefunden, die beidseitig Ohrlöcher hat.

Das Piercen kann auch Teil spiritueller Rituale sein. Im 16. Jahrhundert wurden in Mittelamerika Ohren, Zungen, Wangen und Genitalien als Opfergabe durchstochen, was dann zur innerlichen Reinigung führen sollte. Seit 1825 findet jährlich das „Vegetarian Festival“ in der thailändischen Stadt Phuket statt. Zum Zeitpunkt der Durchführung des Rituals sind die Teilnehmer Medium der neun Schutzgeister und gelten als von ihnen besessen. Um ihre angebliche Unverwundbarkeit zu beweisen, durchstechen sich die zahlreichen Teilnehmer, versetzt in einen tranceartigen Zustand, während der Götterbeschwörung, ihre Wangen, Zunge oder andere Körperstellen mit Schwertern, Ästen, Eisenstangen oder Alltagsgegenständen mit zum Teil erheblichem Durchmesser.
Auch beim „Sonnentanz“ verschiedener Indianerstämme der amerikanischen Prärie ist das Piercen ein wichtiger Teil der Zeremonie. Die Sonnentänzer durchstechen sich ihre Haut an Brust oder Rücken und führen danach an Schnüren befestigte Holzpflöcke hindurch. Die Schnüre werden anschließend an einen Baum gebunden, um den 4 Tage ohne Schatten, Nahrung oder Wasser von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang getanzt wird.

Piercings schon "zu Hofe" modern?

Auch die Menschen der westlichen Kultur trugen Piercings. Und es wird gemunkelt, dass viele heute moderne Piercings zu einer schon länger zurückreichenden europäischen Tradition gehören. Ausdrücklich Beweise dafür stehen allerdings noch aus. Behauptet wird z.B., dass das Brustwarzenpiercing zeitweise eine höfische Modeerscheinung war. Sicher ist jedoch, dass sich das Stechen von Ohrlöchern schon früh größter Beliebtheit erfreute und entweder selbst oder vom Juwelier durchgeführt wurde. Allerdings fand dieser Körperschmuck bis Anfang der 1970er Jahre nur bei Frauen Akzeptanz. Eine Ausnahme stellte der Berufsstand der Zimmerleute dar, diese mussten sich während der Walz traditionell ein Ohrloch mit einem Zimmermannsnagel stechen lassen.

In den 1960er Jahren brachten vor allem Hippies von ihren Reisen nach Indien die Ohren- und Nasenflügelpiercings in den westlichen Kulturkreis ein. In den 1970ern fand dann auch die Schwulenszene Gefallen an Piercings und versuchte sich daran aus. Lange Zeit wurde ein Ohrring im rechten Ohrläppchen den Schwulen als Erkennungszeichen nachgesagt.

Der Künstler Fakir Musafar gilt als Pionier der modernen Körpermodifikation und setzte sich bereits intensiv in den 1950er Jahren mit dem Körperkult älterer Kulturen auseinander. Inspiriert von ihm führte der Amerikaner Doug Malloy das Bodypiercing zunächst in einen kleineren Kreis der Homosexuellen- und Fetischszene ein.

Schon in den späten 40er Jahren stach der Tätowierer Horst Heinrich Streckenbach in seinem Studio „Haut- und Körperschmuck“ in Aschaffenburg Bodypiercings. Streckenbach und Jim Ward trafen sich 1975 zum Erfahrungsaustausch. 1975 eröffnete Jim Ward den ersten Piercing-Shop in Los Angeles und damit startete die Verbreitung des Bodypiercings und fand immer mehr Liebhaber.

Das Thema Piercing verbreitete sich 1993 in den Medien wie ein Lauffeuer als sich die Schauspielerin Alicia Silverstone im Musikvideo der Band Aerosmith ein Bauchnabelpiercing stechen ließ. Das bislang noch unbekannte und ungewöhnliche Piercing weckte große Neugier, führte zu großer Nachfrage und wurde neuer Trend, welcher später auch auf andere Piercings überschwappte. Durch das Entstehen von Subkulturen wie Punk und Techno, in denen vor allem das Gesichtspiercing üblich war, wurde das Piercing Mitte der 1990er zu einer Besonderheit der Jugendkultur.
Heute ist das Piercing in der modernen westlichen Welt unumgänglich und ein stabiles modisch-kulturelles Phänomen.

Was wird so durchlöchert? – verschiedene Piercings und ihre Heilungszeit

Mit einer Fläche von ca. 1,6 m2 bietet die Haut eine Menge Platz um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Der Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt und es wird gepierct, was zu piercen geht. Falls euch jedoch die Ideen fehlen sollten, haben wir euch hier einige der beliebtesten, bekanntesten und außergewöhnlichsten Piercings inklusive ihrer Heilungszeit zusammengestellt.

Piercings fürs Ohr

Ohr PiercingObwohl das Ohr ja eher ein ziemlich kleiner Körperteil ist, stellt es doch zahlreiche Möglichkeiten es zu Piercen zur Verfügung. Dazu gibt es mehrere Methoden. Weit verbreitet ist noch immer das Ohrloch schießen mit der Pistole, was jedoch nicht zu empfehlen ist, weil dabei das Gewebe immens geschädigt wird, ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht und die Heilungszeit erheblich verlängert wird. Man sollte sich also eher für das Stechen mit sterilen Einwegstechsystemen entscheiden. Dabei wird die Stechhilfe allein durch Muskelkraft und somit sehr schonend durch das Gewebe geschoben.
Beim sogenannten Punchen oder Dermal Punch wird das Piercingloch mit einer Hohlnadel durchstochen und dabei gleichzeitig ein bisschen vom Knorpelgewebe entfernt, so dass das Einsetzen des Piercings leichter fällt und weniger schmerzhaft ist. Auch der Heilungszeitraum wird bei dieser Methode verkürzt. Deswegen ist das Punchen für Piercings im Bereich des Ohres zu empfehlen. 

Name Wo genau? Heilungszeit Welcher Schmuck?
Anti Helix Piercing fürs Ohr Anti-Helix

am oberen Rand des Ohres, dort wo das Ohr an den Kopf ansetzt, wird waagerecht durch das Knorpelgewebe (in Richtung Hinterkopf) gepierct

3 Wochen bis zu 6 Monate

Labrets
Barbells
Banana Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells
Segmentringe

Helix Piercing fürs Ohr Helix

am oberen äußeren Knorpelrand entlang des Ohres (beliebige Platzierung)

3 Wochen bis zu 6 Monate

Labrets
Barbells
Banana Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells
Segmentringe

Anti Tragus Piercing fürs Ohr Anti-Tragus

am unteren Knorpelfort  satz der Ohrmuschel, direkt über dem Ohrläppchen

3 Wochen bis zu 6 Monate

Barbells
Banana Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells
Segmentringe

Tragus Piercing fürs Ohr Tragus

waagerecht von vorn nach hinten durch den Knorpel, der direkt am Gehörgang liegt

3 Wochen bis zu 6 Monate

Labrets
Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells 
Segmentringe

Barbells
Banana Barbells

Vertical Tragus Piercing fürs Ohr Vertical Tragus

senkrecht von oben nach unten durch den Knorpel, der direkt am Gehörgang liegt

3 Wochen bis zu 6 Monate

Labrets
Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells 
Segmentringe

Barbells
Banana Barbells

Daith Piercing fürs Ohr Daith

durch die Knorpelbrücke direkt oberhalb des Gehörgangs

3 Wochen bis zu 3 Monate

Micro Barbells
Micro Banana Barbells
Micro Ball Closure Rings

Industrial Piercing fürs Ohr Industrial

zwei Helixpiercings werden zunächst getrennt voneinander gestochen und dann durch einen Stab miteinander verbunden

3 Wochen bis zu 6 Monate

Barbells

Inner Conch Piercing fürs Ohr Inner Conch

durch die Mulde der inneren Ohrmuschel (beliebige Platzierung)

3 Wochen bis zu 6 Monate

Labrets
Barbells
Banana Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells
Segmentringe

Outer Conch Piercing fürs Ohr Outer Conch

durch den äußeren Teil der Ohrmuschel (ein Stück tiefer als das Helix)

3 Wochen bis zu 6 Monate

Labrets
Barbells
Banana Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells
Segmentringe
à Ringe mit besonders großem Durchmesser

Lobe Piercing fürs Ohr Lobe

ist das klassische Ohrloch und wir durch das Ohrläppchen durchstochen

1 bis 3 Wochen

Ohrringe
Ohrstecker
Creolen
Banana Barbells
Barbells

Transverse Lobe Piercing fürs Ohr Transverse Lobe

wird von links nach rechts und nicht von vorn nach hinten durch das Ohrläppchen gepierct

1 bis 3 Wochen

Banana Barbells
Barbells

Vertical Lobe Piercing fürs Ohr Vertical Lobe

der Stichkanal verläuft senkrecht durch das Ohrläppchen

1 bis 3 Wochen

Barbells

Orbital Piercing fürs Ohr Orbital

zwei nebeneinander liegende Piercings, die mit einem Ring verbunden werden (häufigste Formen: Lobe Orbital, Helix Orbital und Conch Orbital), vor Einsatz des Rings sollten beide Piercings komplett verheilt sein

je nach Platzierung der Piercings

D-Rings
Ball Closure Rings
Segmentringe

Rook Piercing fürs Ohr Rook

durch die obere Knorpelfalte zwischen der inneren und äußeren Ohrmuschel

2 bis 3 Monate

Barbells
Banana Barbells
Ball Closure Rings
Circular Barbells
Segmentringe

Snug Piercing fürs Ohr Snug

durch die innere Knorpelfalte, die parallel zum Ohrrand verläuft

3 bis 8 Monate

Banana Barbells
Barbells
Micro Ball Closure
Rings
Micro Circular
Barbells
Micro
Segmentringe

Trimix Piercing fürs Ohr Trimix

besteht aus 3 Piercings, einem Helix, einem Anti-Helix und einem Rook, welche direkt nach dem Stechen miteinander verbunden werden (Abstände müssen vorher exakt abgemessen werden)

3 bis 6 Monate

Passender Ball Closure Ring

Trimix Piercing fürs Ohr UFO

verbindet ein Rook und ein Helix Piercing durch einen Ring miteinander

3 bis 6 Monate

Passender Ball Closure Ring

Venom Piercing fürs Ohr Venom

es handelt sich hierbei um eine Anordnungsmethode; mehrer Piercings werden entweder paarweise oder in symmetrischer Form angeordnet

 

 

Das Gesicht

Ein Piercing im Gesicht sollte besonders gut überlegt sein, da es in den meisten Fällen nicht zu verstecken ist und sehr auffällig sein kann. Ein Gesichtspiercing kann das eigene Aussehen erheblich verändern und eventuell zu Problemen am Arbeitsplatz führen.
Das Stechen der Piercings kann mit zwei verschiedenen Methoden durchgeführt werden.
Einige Piercer stechen mit einer Nadel, in deren Hohlraum der Schmuck eingesetzt wird, so kann dieser dann direkt nach dem Stechen durch den Stichkanal gezogen werden.
Andere Piercer stechen mit einem peripheren Venenkatheter. Dabei ist die Nadel  mit einer Beschichtung aus Plastik oder Teflon umgeben. Nach dem Piercen wird die Nadel entfernt und mit Hilfe der im Stichkanal zurückbleibenden Beschichtung kann dann der Schmuck durchgeschoben werden. 

Name

Wo genau?

Heilungszeit

Schmuck

Vertikales Augenbrauenpiercing








Horizontales Augenbrauenpiercing

 

- wird durch das äußere Drittel der Augenbraue in vertikaler Richtung gestochen Oberflächenpiercing)

 

 

- wird durch das äußere Drittel der Augenbraue  in horizontaler Richtung gepierct (Oberflächenpiercing)

4 bis 8 Wochen

- Banana Barbells
- Barbells
- Micro Ball Closure Rings
- Micro Circular Barbells
- Segmentringe

 
- Banana Barbells
- Barbells

 

Anti-Augenbrauenpiercing/ Tear/ Teardrop/ Upper Cheek

 

- wird seitlich unterhalb des Auges und oberhalb des Wangenknochens gepierct (Oberflächenpiercing)

4 bis 12 Wochen

- Micro Banana Barbells
- Surface Barbells

 

Augenlidpiercing

 

- äußerer Rand des Augenlids wird durchstochen

sehr lange, aufgrund ständiger Bewegung

- Micro Ball Closure Ringe

Bridge/ Erl/ Niebuhr





Vertical Bridge

 

- wird horizontal am oberen Ende des Nasenrückens durch die Hautfalte zwischen den Augen über dem Nasenbein gestochen 

- wird senkrecht zwischen die Augen zw. Augenbrauen gepierct

4 bis 8 Wochen

- Banana Barbells

Nostril

 

- wird links oder/und rechts durch den Nasenflügel in die Falte des Nasenbogens gepierct

bis zu 4 Wochen

- Nasenstecker
- Labrets
- Ball Closure Rings
- Segmentringe

Septum

 

- wird am unteren Ende der Nasenscheidewand durch das Mischgewebe aus Haut und Knorpel gestochen

2 bis 3 Monate

- Barbells
- Banana Barbells
- Circular Barbells
- Ball Closure Rings
- Segmentringe

Septril

 

- Voraussetzung = ein gedehntes Septum
- wird durch die Nasenscheidewand (zwischen den Nasenlöchern) hinein in das gedehnte Septum gepierct - kann auch senkrecht von der Nasenspitze in das gedehnte Septum gestochen werden (ähnelt dann dem Nose Tip)

2 bis 4 Monate

- Labrets

Nasallang

 

- ist eine Kombination aus 3 Piercings: Nostril links und rechts und Septum, sie werden durch einen Stab miteinander verbunden

2 bis 3 Monate

- Barbells

Austin Bar

 

- wird horizontal durch die Nasenspitze gepierct, das Piercing geht nicht durch die Nasenflügel oder die Nasenscheidewand

2 bis 3 Monate

- Barbells

Nose Tip/ Rhino

 

- wird durch die Nasenspitzen ins innere der Nase gestochen und tritt dort in einem der beiden Nasenlöcher wieder aus

2 bis 3 Monate

- Barbells

Cheek

 

- wird durch die Wange in den Mundraum gepierct, durch ein Grübchen, wenn dieses bereits vorhanden ist

6 bis 8 Wochen

- Labrets
- Barbells

Nick

 

- wird im oberen Oberlippenbereich gepierct und tritt dann im Wangenbereich unterhalb des Auges wieder aus

 

- Barbells

Labret

 

- wird durch die Unterlippe gepierct

etwa 4 Wochen

- Labrets
- Ball Closure Rings
- Circular Barbells
- Segmentringe

Snakebites

 

- sind zwei Labretpiercings, die links und rechts symmetrisch angeordnet sind

etwa 4 Wochen

- Labrets
- Ball Closure Rings
- Circular Barbells
- Segmentringe

Lowbret







Vertical Lowbret

 

- ist ein Labret, welches nicht direkt unter der Unterlippe gestochen wird, sondern so tief es geht in Richtung Kinn

- wird senkrecht durch die unteren Wangen (neben dem Kinn) in den Mund direkt neben den Unterkieferknochen gepierct

etwa 4 Wochen

- Labrets
- Barbells

 


 

- Barbells

Madonna

 

- wird links oder/ und rechts über der Oberlippe gepierct

4 bis 8 Wochen

- Labrets

Medusa

 

- wird in die Mitte der Hautfalte oberhalb des Mundes gestochen

4 bis 6 Wochen

- Labrets

Philtrum

 

- wird waagerecht über der Oberlippe durch die dort verlaufende Rinne gepierct und geht nicht in den Mundraum hinein (Oberfächenpiercing)

2 bis 6 Monate

- Banana Barbells
- Curved Barbells
- Surface Barbells

Jestrum

 

- wird durch die Oberlippe gepierct und tritt in der Hautfalte oberhalb der Lippe wieder aus, es geht nicht durch den Mundraum (Oberflächenpiercing)

2 bis 6 Monate

- Banana Barbells
- Curved Barbells

Ashley/ Racoon

 

- wird diagonal mittig durch das Lippenrot der Unterlippe gepierct

2 bis 6 Monate

- Banana Barbells
- Curved Barbells
- Barbells

Eskimo

 

- wird vertikal mittig durch die Unterlippe gepierct (eingestochen wird direkt unterhalb der Lippe, Austrittsort ist das Lippenrot)
- es wird nicht in den Mundraum gestochen (Oberflächenpiercing)

etwa 4 Wochen

- Banana Barbells

 

Lane

 

- wird waagerecht durch das Lippenrot der Unterlippe gepierct (Oberflächenpiercing)

2 bis 6 Monate

- Banana Barbells
- Surface Barbells

Chin

 

- wird senkrecht durch die Haut der Kinnspitze gepierct
- kann auch waagerecht durch die Haut der Kinnspitze gestochen werden

durch starke Bewegung (z.B. Kauen) langer Heilungszeitraum

- Banana Barbells

 

Mandible

 

- wird unterhalb des Kinns in den Mundraum (unter die Zunge) gepierct

2 bis 6 Monate

- lange Barbells

Lippenbändchen

 

- wird durch das Lippenbändchen gepierct

2 bis 3 Wochen

- Ball Closure Rings mit abgeflachter Klemmkugel
- Barbells
- Circular Barbells

Zungenbändchen

 

- wird durch das dünne Zungenbändchen gepierct, welches die Zunge mit der Mitte der unteren Mundhöhle verbindet

4 bis 6 Wochen

- Barbells
- Ball Closure Rings

Zunge

 

- wird senkrecht mittig durch die Zunge gepierct

3 bis 4 Wochen

- Barbells

Uvula

 

- wird durch das Gaumenzäpfchen im Rachen mit einer speziell um 90° gebogenen Nadel gepierct

2 bis 4 Wochen

- Micro Ball Closure Rings

Venom

 

- ist eine Anordnungsmethode, bei der mehrere Piercings an der gleichen Körperstelle symmetrisch oder/ und paarweise angeordnet werden

 

 

 

Die Brust

Das Brustpiercing gehört sowohl bei Frauen, als auch bei Männern mit zu den beliebtesten Piercings.

Name

Wo genau?

Heilungszeit

Schmuck

Brustwarze

 

- kann in beliebiger Ausrichtung durch die Brustwarze bzw. den Warzenhof gestochen werden (waagerecht und senkrecht am geläufigsten)
- oft werden mehrere Piercings übereinander oder rechtwinklig gepierct
- es besteht die Möglichkeit des Dehnens um größeren Schmuck einzusetzen

2 bis 6 Monate

- Barbells
- Ball Closure Rings
- Circular Barbells
- Segmentringe
- Nipple Shields

Clavicle/ Collarbone

 

- wird durch die Haut unter dem Schlüsselbein gepierct COberflächenpiercing)

2 bis 12 Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Banana Barbells

 

 

Sternum/ Cleavage

 

- wird durch die Haut des Dekolletés, meist senkrecht zwischen den Brüsten, gepierct (Oberflächenpiercing)

bis zu einem Jahr ohne Garantie völliger Abheilung

- Surface Barbells

Deep Chest

 

- wird in beliebiger Ausrichtung durch die Haut der Brust gestochen, ohne dabei den Muskel zu durchstechen
- hat einen sehr langen Stichkanal und ist sehr selten (Oberflächenpiercing)

bis zu mehreren Jahren ohne Garantie völliger Abheilung

- spezieller Schmuck

 

Der Bauch

Das am häufigsten gepierct Piercing im Bauchbereich ist das Bauchnabelpiercing. Es macht einen besonderen optischen Reiz aus und ist zu dem gut zu verstecken.

Name

Wo genau?

 Heilungszeit

Schmuck

Bauchnabel/ Navel/ Britney

 

- kann kreisförmig in jedem Winkel durch die Hautfalte um den Bauchnabel herum gestochen werden (am häufigsten wird senkrecht gepierct)

2 bis 6 Monate

- Banana Barbells
- Ball Closure Rings

Bauchnabel Industrial

 

- ein senkrecht durch die obere Hautfalte gepierctes Bauchnabelpiercing wird durch einen langen Stab mit einem durch die untere Hautfalte gestochenem verbunden

2 bis 6 Monate

- Banana Barbells

 

Hüftpiercing

 

- wird in der Nähe der Hüftknochen gepierct, die Ausrichtung ist dabei individuell (Oberflächenpiercing)

bis zu 9 Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Surface Barbells

Der Intimbereich

Der Intimbereich bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Platzierung von Intimpiercings. Beliebt sind Piercings im Intimbereich, weil sie meist sexuell stimulierend wirken und dazu von vielen als ästhetisch empfunden werden.

Der Intimbereich der Frau

Name

Wo genau?

 Heilungszeit

Schmuck

Christina/ Catherine

 

- der Stichkanal verläuft durch die Falte, die die äußeren Schamlippen am oberen Ende beim zusammenlaufen bilden bis hin zum Venushügel (Oberflächenpiercing)

    2 bis 4 Monate

- Banana Barbells
- Surface Barbells

Klitoris

- wird senkrecht oder waagerecht direkt durch die Klitoris gepierct
- kann zu erhöhter sexueller Stimulanz führen, aber auch zum Gegenteil

4 bis 6 Wochen

- Banana Barbells
- Barbells
- Ball Closure Rings

Klitorisvorhaut

 

- wird senkrecht oder waagerecht nur durch die Vorhaut der Klitoris gestochen

4 bis 6 Wochen

- Banana Barbells
- Barbells
- Ball Closure Rings
- Circular Barbells

Magic Cross

 

- besteht aus einem senkrecht und einem waagerecht gestochenem Klitorisvorhautpiercing, welche sich dann überkreuzen

4 bis 6 Wochen

- Banana Barbells
- Ball Closure Rings
- Circular Barbells

(Prinzessin) Diana

 

- ist dem vertikalem Klitorisvorhautpiercing ähnlich, es wird jedoch leicht schräg  und meist paarweise gepierct

3 bis 4 Wochen

- Banana Barbells
- Curved Barbells

Isabella

 

- wird oberhalb der Harnröhre gepierct
- der Stichkanal verläuft durch den Klitorisschaft und die Klitorisvorhaut

2 bis 3 Monate

- angepasste Barbells

Nefertiti

 

- wird durch die Klitorisvorhaut und den Venushügel gepierct (tieferliegendes Christina)

3 bis 5 Monate

- Banana Barbells
- Barbells

Triangle

 

- es wird waagerecht unterhalb der Klitoris gepierct, an der Stelle, wo die inneren Schamlippen beginnen

4 bis 8 Wochen

- Circular Barbells
- Ball Closure Rings

Scrunty

- wird horizontal durch die Harnröhre gestochen (von der Harnröhrenöffnung zur Vaginalöffnung)

2 bis 3 Wochen

- Barbells

Schamlippen/ Labia


Labia Majora

 


Labia Minora

 

- es werden die äußeren Schamlippen gepierct

- oft werden mehrere Piercings paarweise und symmetrisch gepierct

- es werden die inneren Schamlippen gepierct
- anatomisch nicht bei jeder Frau möglich

6 bis 8 Wochen

 

 


 

2 bis 3 Wochen

- Ball Closure Rings
- Circular Barbells

Prinzessin Albertina

- es wird senkrecht durch die Harnröhrenöffnung und die Vaginalöffnung gestochen

2 bis 3 Wochen

- Ball Closure Rings
- Segmentringe

Hymen

- es wird das Jungfernhäutchen in der Vagina gestochen
- das Piercing kann beim Reißen des Jungfernhäutchens oft nicht mehr getragen werden
- gehört zu den am seltensten gestochenen und getragenen Piercings

2 bis 3 Monate

- Micro Ball Closure Rings

Fourchette

 

- wird senkrecht an der Stelle gepierct, wo sich die inneren Schamlippen am unteren Ende treffen

4 bis 6 Wochen

- Banana Barbells
- Barbells
- Ball Closure Rings

Suitcase/ T´aint

 

- wird zwischen Vagina und Anus gestochen
- es handelt sich sozusagen um ein tiefer gestochenes Anus- bzw. Fourchettepiercing

Nicht weniger als 6 Monate

- Banana Barbells
- Ball Closure Rings

Anus

- wird senkrecht zwischen die Innenseite des Afterschließmuskels und den Damm gestochen

3 bis 6 Monate

- Barbells
- Ball Closure Rings

Guiche

- wird waagerecht Zwischen Vagina und After im Bereich des Damms gestochen

3 bis 6 Monate

- Barbells
- Ball Closure Rings

 

Der Intimbereich des Mannes

Name

Wo genau?

Heilungszeit

Schmuck

Ampallang

 

- wird waagerecht durch die Eichel gestochen

4 bis 6 Monate

- Barbells

Apadravya

 

- wird entgegengesetzt zum Ampallang schräg nach vorn durch die Eichel und die Harnröhre gestochen

4 bis 6 Monate

- Barbells

Magic Cross

 

- ist die Kombination aus einem Apadravya und einem Ampallang

4 bis 6 Monate

- Barbells

Dydoe

 




Deep Dydoe/ Zephyr

- wird durch den Rand der Eichel gestochen (meist paarweise und symmetrisch angeordnet) 

- Austrittsort befindet sich weiter in Richtung Penisspitze

bis zu 6 Monate

 

 

 

5 bis 6 Monate

- Banana Barbells
- Barbells

 



- angepasste Barbells

Apadydoe

 

- ist eine Kombination aus Apadravya und einem Dydoe, welche mit einem Ring verbunden werden
- beide Piercings sollten zunächste einzeln gestochen werden und abheilen bevor man sie verbindet

bis zu 6 Monate

- Ball Closure Rings

Prinz Albert

 

- der Stichkanal verläuft senkrecht an der Unterseite des Penis direkt hinter der Eichel und geht durch das Vorhautbändchen und die Harnröhre und endet dann an der Harnröhrenöffnung

2 bis 6 Wochen

- Banana Barbells
- Ball Closure Rings

Dolphin


Deep Prinz Albert

- ist eine Variante des Prinz Alberts


- sitzt tiefer, beginnt dort, wo das normale PA-Piercing endet
- sitzt noch tiefer, fast schon in der Nähe des Hodensacks

2 bis 6 Wochen

- Banana Barbells

 

Queen Victoria/ Reverse Prinz Albert

 

- wird durch die Harnröhre gestochen und tritt an der Oberseite der Eichel wieder aus

länger als das normale PA-Piering

- Banana Barbells
- Ball Closure Rings

Vorhaut/ Oetang

 

- die Vorhaut wird senkrecht oder waagerecht gepierct, die Platzierung ist dabei beliebig (nur bei unbeschnittenen Männern möglich)

4 bis 8 Wochen

- Banana Barbells
- Barbells
- Ball Closure Rings
- Circular Barbells

Frenulum

 

Frenum Ladder

- wird durch das Vorhautbändchen gestochen

- mehrere Frenulum-Piercings werden untereinander  entlang des Schaftes gestochen

4 bis 8 Wochen

- Banana Barbells
- Barbells
- Circular Barbells
- Ball Closure Rings

Hafada/ Scrotal

 

 

 

Scrotal Ladder

 

 

Lorum/ Low Frenum


 

Transscrotal

- wird durch die Haut des Hodensacks gestochen, nicht sehr tief (Oberflächenpiercing)

 
- mehrere untereinander angebrachte Hafada

- ist ein Hafada das direkt am Übergang von Hodensack zu Penis gestochen wird

- der Eintrittsort ist die Vorderseite des Hodensacks und Austrittsort des Piercings die Hinterseite (kann nur für kurze Zeit getragen werden)

6 bis 8 Wochen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- würde nicht verheilen

- Barbells
- Ball Closure Rings

Pubic

 

- wird waagerecht an der Stelle gestochen, wo der Penis ansetzt (Oberflächenpiercing)

2 bis 4 Monate

- Banana Barbells
- Surface Barbells

Guiche

- wird horizontal durch die Penisnaht am Damm gestochen

3 bis 6 Monate

- Banana Barbells
- Ball Closure Rings
- glatte Segmentringe

Anus

- wird vertikal zwischen die Innenseite des Afterschließmuskels und den Damm gestochen

3 bis 6 Monate

- Barbells
- Ball Closure Rings

 

Das Oberflächenpiercing – Surface

Oberflächenpiercings werden an Körperstellen gestochen, die nicht nach innen oder außen gewölbt sind. Der Einstichs- und der Austrittsort des Piercings liegen auf einer Ebene. Damit liegt das Piercing nur oberflächlich unter der Haut. Surface stehen meist immer unter erhöhter Spannung wodurch es zum Herauswachsen des Piercings kommen kann, was mit Narbenbildung einhergehen könnte. Spezieller Piercingschmuck – Surface Barbells – können das Risiko herabsetzen. Sie verringern durch eine 90°-Biegung der beiden Enden die Spannung. z.B. Augenbrauenpiercing, Anti-Augenbrauenpiercing, Lane, Clavicle, Sternum, Hüftpiercing, Christina, Pubic, Hafada

Name

Wo genau?

Heilungszeit

Schmuck

Fingerring

 

- wird durch die Haut des Fingers gestochen, wo normalerweise Fingerringe sitzen (meist wird der Ringfinger gepierct)

von ca. 3 Wochen bis zu mehreren Monaten ohne Garantie völliger Abheilung

- dünne Barbells

Handweb

 

- wird durch die Hautfalte zwischen zwei Fingern gestochen (meist zwischen Daumen und Zeigefinger)

mindestens 3 Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Surface Barbells
- Ball Closure Rings

Wrist/ Brace

 

- wird vertikal oder horizontal durch die Oberseite des Handgelenks gestochen

langwierig, mehrere Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Banana Barbells
- Surface Barbells

Madison

 

- wird waagerecht im unteren Halsbereich zwischen den Schlüsselbeinen gestochen (in der Drosselgrube)

mindestens 3 Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Surface Barbells

Vampire´s Kiss

 

- wird seitlich am Hals gestochen und erinnert an einen Vampirbiss

mindestens 2 Monate

- Surface Barbells

Nacken

 

- wird meist waagerecht im unteren Bereich des Halses gestochen

- mindestens 3 Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Surface Barbells

Spinal  

- mehrere Piercings werden senkrecht oder waagerecht (Spinal Ladder) entlang der Wirbelsäule gestochen

mehrere Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Banana Barbells
- Surface Barbells

Korsett  

- mehrere Piercings werden senkrecht und symmetrisch durch die Haut am Rücken gestochen und danach mit Bändern verbunden
- zum kurzzeitigen Tragen gedacht (Fotoshootings,..)

mehrere Monate ohne Garantie völliger Abheilung

- Ball Closure Rings
- Surface Barbells (für das längere Tragen)

 

Dermal Anchor/ Skindiver

Beim Dermal Anchor auch Microdermal, Hautanker oder Skinplate genannt, wird eine kleine Platte aus Titan unter die Haut geschoben, welche an Ort und Stelle festwachsen soll. Auf dieser Platte befindet sich ein senkrechter Stab mit Innengewinde, in welches unterschiedlichste Aufsätze geschraubt werden können. Aufgrund der geringen Größe ist das Einsetzen der Platte leicht und fast schmerzlos. Allerdings lässt sich der Schmuck vom Träger nicht selbst entfernen. Es ist erforderlich die Platte mit einem Schnitt durch ein Skalpell zu entfernen. Der Schmuck wird in eine Hauttasche eingesetzt, dadurch kann es zu einem erhöhten Infektionsrisiko kommen, weil Wundwasser und Verunreinigungen nicht so leicht abfließen können wie bei einem Stichkanal. Darum sollte Hygiene besonders beachtet werden. Außerdem sollte man nicht am Schmuck hängen bleiben, denn es kann zu Entzündungen und Reizungen kommen, aber auch passieren, dass noch frische Dermal Anchor dann schief festwachsen. Die Verheilung der Oberfläche dauert ca. 4 bis 6 Wochen und die Ausbildung der Hauttasche etwa 2 bis 4 Monate. Dermal Anchor können an so gut wie jeder Körperstelle platziert werden und z.B. auch als Highlight für Tattoos fungieren. Skindiver sind im Prinzip das gleiche wie Dermal Anchor. Allerdings sind sie etwas kleiner und die Aufsätze lassen sich nicht wechseln.

Für alles gibt es Regeln und Gesetze, natürlich auch für das Piercen! – Piercinggesetz

Das Piercinggesetz setzt sich zusammen aus Richtlinien der EU, dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) und aus Elementen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Es regelt zum Einen wie die Beschaffenheit/ Zusammensetzung/ des Materials für den (Erst-)Schmuck direkt nach dem Piercen sein muss, zum Anderen legt es fest, wer sich Piercen lassen darf. Dieses Gesetz gilt in Deutschland, in vielen Ländern gibt es ähnliche Bestimmungen.

Die Richtlinien der EU

Es wird festgelegt, dass als Piercingschmuck nur Schmuck zulässig ist, der nicht mehr als 0,2 µg/cm²/Woche an Nickel abgibt. Damit sollte als Erstschmuck kein Chirurgenstahl verwendet werden, da dieser teilweise mehr abgibt. Es sollte also gerade bei der Wahl für den Erstschmuck zu Titan, Gold, Teflon (PTFE) oder Palladium gegriffen werden.

Das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG)

Das Ordnungsamt ist auch dafür zuständig für einen ordnungsgemäßen Umgang mit Schmuckstücken zu sorgen. So steht unter § 5, Absatz 6: "Bedarfsgegenstände im Sinne dieses Gesetzes [...] sind Gegenstände, die dazu bestimmt sind, nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung zu kommen [...]". In § 3 Anlage 1, steht dass für die "Herstellung oder Behandlung von Ohrsteckern oder gleichartigen Erzeugnissen, hier: Piercing Schmuck, die dazu bestimmt sind, bis zur Abheilung des Wundkanals im menschlichen Körper zu verbleiben", Nickel verboten ist.

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB)

Die Paragraphen §106, §107 und §113 des BGBs legt fest, dass das Piercen von Minderjährigen ohne schriftliche Zustimmung von mindestens einem Erziehungsberechtigten verboten ist. Grundsätzlich darf sich jeder ein Piercing stechen lassen, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Das Piercen stellt rechtlich gesehen eine Körperverletzung dar. Aus diesem Grund sichern sich die meisten Piercingstudios ab, in dem sich die piercenlassende Person eine Einverständniserklärung unterschreiben muss, in der sie angibt, dass sie die „Körperverletzung“ zulässt und sich der Folgen und Risiken bewusst ist. Ein Gesetz darüber, wer piercen darf und welche Qualifikationen dazu erforderlich sind, gibt es bislang noch nicht.

Die Piercingpflege – ein wesentlicher Schritt zum gesunden und schönen Körperschmuck

Mit dem Gang zum Piercer und dem dortigen Stechenlassen des Piercings ist es nicht getan. Um viel und lange Freude an dem neuen Körperschmuck zu haben, ist eine besondere Nachbehandlung und Pflege für die Heilung von großer Wichtigkeit. Man sollte annehmen, dass der Körper in der Lage ist eine so kleine Wunde zu verkraften und fix heilen zu lassen. Richtig ist aber, dass ihm einige Faktoren die Heilung erschweren können. Es gibt aber auch Dinge, die du tun kannst um ihm behilflich zu sein.

Vor dem Piercen solltest du unbedingt auf blutverdünnende Medikamente (z.B. viele Schmerzmittel), das Rauchen und den Genuss von Alkohol verzichten, denn dies könnte für die Wundheilung hinderlich sein.

Nach dem Piercen kannst du die Heilung positiv beeinflussen, indem du darauf achtest, dass du Stress vermeidest, viel Schlaf bekommst, dich ausreichend gesund ernährst und dich nur wenig körperlich belastest.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen sind:

  • das Vermeiden von Druck und Spannungen auf das Piercing
  • Finger weg! Kein Herumspielen am Piercing!
  • Kein Öffnen, Wechseln oder Entfernen des Schmucks während des Abheilzeitraums
  • Pflegemittel und Vorgehen bei der Pflege sollte ohne Absprache mit einem Piercer nicht geändert werden
  • der extreme Konsum von Alkohol oder anderen Rauschmitteln sollte unbedingt vermieden werden
  • in den ersten 3 Tagen keine blutverdünnenden Mittel einnehmen
  • auf Saunagänge und auf den Besuch von Schwimmbädern und Solarien solltest du in den ersten 4 Wochen verzichten
  • der Kontakt mit fremden Körperflüssigkeiten (wie Speichel, Schweiß, Sperma) ist zu vermeiden
  • behutsam sollte mit der Verwendung von Kosmetikprodukten, die Parfüm und Alkohol enthalten umgegangen werden (z.B. Duschgels, Bodylotions, etc.)
  • sämtliche Verunreinigungen unbedingt vermeiden
  • vor Einnahme starker Medikamente den Piercer fragen

Falls es zu starken Nachblutungen, heftigen Schmerzen, allergischen Reaktionen oder anderen Störungen der Wundheilung kommt, legen wir dir ans Herz, dass du schnellstmöglich das Piercingstudio aufsuchst, in dem du dir das Piercing hast stechen lassen. Sollte dies nicht möglich sein, so solltest du dich an ein anderes Studio wenden oder zu einem Arzt gehen. Auf keinen Fall den Schmuck entfernen! Das kann dazu führen, dass das Wundsekret nicht mehr ablaufen kann und sich im Kanal verkapselt. So können schwere, tiefliegende Entzündungen entstehen.

Hingegen keine große Bedenken brauchst du bei folgenden Symptomen haben, vorausgesetzt sie halten nicht länger als 3 Tage an. 

Normal ist:

  • das Anschwellen der gepiercten Körperstelle (vorsichtiges Kühlen kann helfen)
  • eine leichte Rötung der Haut
  • leichtes Brennen oder/ und Schmerzen der Wunde
  • leichtes Nachbluten
  • Austreten von Wundflüssigkeit aus dem Stichkanal (kein Eiter!)
  • körperliche Einschränkung, weil einige bestimmte Bewegungen unangenehm sein oder sogar wehtun können.
  • dass die Abheilung von Höhen und Tiefen gekennzeichnet sein soll, d.h. an einem Tag denkst du das Piercing wäre abgeheilt und am nächsten schon ist es wieder leicht gerötet

Die Reinigung und Pflege des Piercings sollte in den ersten 2 Wochen 2mal täglich stattfinden, am Besten morgens und abends. Danach reicht es, wenn du das Piercing bis zur kompletten Wundheilung einmal täglich sauber machst. Zu viel Pflege kann sich ebenso negativ bemerkbar machen, wie zu wenig.

  1. Sorgfältig Hände waschen und optimalerweise desinfizieren.
  2. Verkrustungen, die sich ums Piercing gebildet haben, weichst du zunächst mit lauwarmen Wasser ein und entfernst sie dann vorsichtig mit einem Tuch, welches nicht fusselt (nicht mit den Fingernägeln!). Die Reinigung des Piercings sollte stets von Innen nach Außen erfolgen, damit Bakterien und andere Verunreinigungen von der Wunde weg und nicht zu ihr hin befördert werden.
  3. Nun gibst du ausreichend Pflegemittel auf das Piercing und lässt es ungefähr 60 Sekunden einwirken. Dabei bewegst du das Piercing nicht. Das Pflegemittel gelangt aufgrund von Kapillarkräften allein in den Stichkanal. Jede Bewegung kann den Wundkanal reizen und/oder schädigen und so auch zusätzlich Bakterien, Schmutz oder allergene Stoffe eindringen.
  4. Nachdem das Pflegemittel genug Zeit hatte um zu wirken, entfernst du den Rest, indem du es sanft mit einem Papiertuch abtupfst. 

Der Schmuck wird währenddessen nicht entfernt! Auch nach kompletter Verheilung sollte die Reinigung und Pflege von Piercings zur Körperhygiene gehören.

Bei einigen Piercings an speziellen Körperstellen solltest du noch zusätzliche Dinge beachten.

Piercings im Mundbereich:

  • neigen zum Anschwellen, deshalb wird Schmuck in Überlänge eingesetzt. Darum ist beim Sprechen und Essen erhöhte Vorsicht geboten, um Zähne und Mundraum nicht zu verletzen. Das Lutschen von Eiswürfeln kann helfen.
  • Nach dem Essen ist es ratsam den Mund mit Wasser auszuspülen
  • Bei der Verwendung von Makeup oder Lippenstift solltest du darauf achten, dass nichts an das Piercing gerät.
  • Vermeide:
    • Das Rauchen sollte bereits vor dem Stechen des Piercings eingestellt werden und auch in den ersten 3 Tagen solltest du die Finger vom Glimmstängel lassen. Danach ist es zu empfehlen bis zur kompletten Verheilung den Konsum auf ein Minimum zu reduzieren.
    • In den ersten 48h Stunden solltest du komplett auf Alkohol verzichten und ihn danach nur in Maßen genießen.
    • den Austausch von Körperflüssigkeiten, wie z.B. Fremdspeichel.

Zungenpiercing:

  • Viel Trinken! (z.B. Mineralwasser oder Kamillentee)
  • Vermeide:
    • extrem heiße und scharfe Speisen!
    • säurehaltiges Essen/ Trinken! (z.B. Limonaden, Kaffee, Milchprodukte,..)
  • Verwende antiseptische und alkoholfreie Mundspülungen.

Intimpiercings:

  • Vermeide:
    • z.B. beim Bauchnabelpiercing zu enge Kleidung. Es sollte nichts drücken oder scheuern
    • den Kontakt mit Haarfärbemitteln, Makeup, Puder, Cremes, etc.!
  • Verwende: - parfümfreie Duschgels und Bodylotions.
  • Achte darauf, dass du nicht am Piercing hängen bleibst.

Da als fast jedes Erstpiercing Schmuck in Übergröße eingesetzt wird (aufgrund möglicher Anschwellungen), ist es dringend notwendig, dass nach der Abheilung ein passender Stab oder Ring eingesetzt wird. Das erste Entfernen und Wechseln des Schmucks sollte vom Piercer vorgenommen werden. So kannst du dich zum Einen über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen und der unterschiedlichen Materialien aufklären lassen und erfährst wie das richtige Einsetzen abläuft und zum Anderen kann der Piercer gleich feststellen welche Größe der Schmuck haben muss, damit er dir perfekt passt.

Die Wahl des Piercingstudios

Doch nicht nur die Hygiene und Pflege des Piercings ist äußerst wichtig, sondern auch die Wahl eines einwandfreien sauberen Piercingstudios ist von großer Bedeutung. Solltest du noch keinen Piercer ,deines Vertrauens, gefunden haben, geben wir dir hier ein paar wertvolle Tipps:

  • Besuche zunächst ein paar Studios und verschaffe dir einen ersten Eindruck!
  • Achte auf Sauberkeit, Hygiene, Freundlichkeit!
  • Tiere haben nichts in einem Piercingstudio zu suchen, vor allem nicht in den Piercingräumen!
  • Nimmt man sich Zeit für eine ausführliche Beratung und um dich über mögliche Risiken aufzuklären? Werden meine Anatomie und Vorstellungen dabei berücksichtigt?
  • Bist du dir dennoch unsicher, so gibt es ein paar Fragen, die du stellen könntest:
    • Wie viel Erfahrung hat der Piercer?
    • Seit wann pierct er/ sie schon?
    • Wo hat er/ sie das Piercen gelernt?
    • Welches Material wird als Erstschmuck eingesetzt?
    • An wen kann ich mich bei auftretenden Problemen wenden?
    • Ist eine Nachsorge mit im Preis enthalten?
    • Wie lange dauert die Heilung des gewünschten Piercings?
    • Wie muss ich das Piercing pflegen? (z.B. durch einen Pflegezettel mit allen notwendigen Informationen)
    • Mit welcher Technik wird gestochen?
  • Fühlst du dich im Anschluss bestens aufgeklärt, bist dir sicher, dass du das Piercing auch wirklich willst, bist gesund und hast keine Medikamente genommen, dann kann es losgehen.
  • Der Piercer sollte dich nun nach deinem Ausweis fragen und dich eine Einverständniserklärung durchlesen und unterschreiben lassen.
  • Nun achte darauf, dass der Piercer steril arbeitet. D.h. er muss seine Hände waschen, desinfizieren und Einweghandschuhe anziehen.
  • Die Instrumente und Klammern, die zum Piercen verwendet werden, sollten frisch desinfiziert oder noch eingeschweißt auf einem Metalltablett liegen.
  • Die Kanüle, also die Nadel, mit der gepierct wird, sollte unbedingt noch verpackt sein, da diese keinesfalls mehr als einmal verwendet werden dürfen.
  • Anschließend wird die Körperstelle, die du dir piercen lassen möchtest ausgiebig desinfiziert. Danach zeichnet der Piercer  mit einem Stift Einstich- und Austrittspunkt an, um sicher zu gehen, dass das Piercing auch gerade gestochen wird. Bevor es losgeht, sollte er sich noch vergewissern, ob dir die Platzierung auch gefällt und ob es dir gut geht.
  • Wenn alles ok ist, dann fixiert der Piercer die Körperstelle mit einer Zange. Einerseits, damit er sich das Stechen erleichtert und andererseits damit du nicht instinktiv oder aus Reflex zurückziehst.
  • Nun wird die Körperstelle rasch mit der Kanüle durchstochen. Der Schmuck wird eingesetzt. Der Piercer fragt, ob alles in Ordnung ist und wie du dich fühlst. Dann kannst du dich langsam aufrichten und dein neues Piercing im Spiegel bewundern.

 

Piercingschmuck in Hülle und Fülle – Formen und Material

Zunächst unterscheidet man zwischen dem Erstschmuck, der direkt nach dem Piercen eingesetzt wird und dann bis zur Abheilung im Körper bleibt, und dem Dauerschmuck, welcher ins abgeheilte Piercingloch eingesetzt wird. 

Piercingformen:

  • Barbell/ Hantel (gerader Piercingstab): 
  • Banana-Barbell/ Curved Barbell (gebogener Piercingstab): 
  • Ball Closure Ring (BCR)/ Captive Ring (Klemmkugelring): 
  • Circular Barbell Ring (CBR) (Hufeisen):
  • Nostril Stud (Nasenstecker): 
  • Labret (Stud) (Lippenstecker): 
  • Nipple Shield (Brustschmuck): 
  • Surface Bar(bell) (Oberflächenpiercingschmuck): 
  • Segmentringe:
  • Dermal Anchor: 
  • Spirale/ Twister:

Piercingmaterial:

Es gibt nicht nur viele verschiedene Formen für den Schmuck, sondern auch unterschiedliches Material, aus dem er gefertigt werden kann. Allerdings ist nicht jedes Material für den Erstschmuck zulässig. Wie bereits erwähnt, regelt das Piercinggesetz in Deutschland, welcher Schmuck nach dem Piercen eingesetzt werden darf und welcher nicht. Verboten sind Materialien die einen zu hohen Nickelgehalt aufweisen. Gibt ein Material zu viel Nickel an die Haut im frisch gepiercten Stichkanal ab, so kann es z.B. zu allergischen Reaktionen kommen, die dann das Abheilen verschlechtern und zu Juckreiz und Schmerzen führen können. Sollte Nickel in den Körper gelangen, so müsste dieser erst abgebaut werden oder verbleibt im Körper. Bei beiden Varianten kann es zur Beschädigung oder Vergiftung von Organen oder Körperstellen kommen. Um dieses Risiko ausblenden zu können, trat das Gesetz, das besagt, dass Piercingerstschmuck den Nickelgehalt von 0,05% nicht überschreiten darf, im Januar 2000 in Kraft.

Damit bleiben als Materialien für den Erstschmuck nur Titan, Implantanium, Niobium, Teflon (PTFE) und Bioplast (PMFK).

Titan Piercing

Bei Titan Piercings gibt unterschiedliche Legierungen mit verschiedenen Eigenschaften. Darum sollte man unbedingt auf die genaue Spezifizierung des Materials achten. Die am häufigsten verbreitetste und sicherste Form ist Titan Grad 23, auch bekannt als Ti6AL 4V Eli. Hierbei handelt es sich um ein Material, das speziell bei medizinischen Implantationen eingesetzt wird, zum Beispiel in Form von Prothesen, Herzschrittmachern, etc. Denn Titan ist eines der 5 am körperverträglichsten Elemente (die anderen 4 sind: Niobium, Zirconium, Tantalum und Platinum).

Eigenschaften:
- nickelfrei
- vorwiegend allergiefrei
- korrodiert nicht
- ist chemisch stabil, reagiert nicht auf Körperflüssigkeiten
- besonders glatte Oberfläche
- sehr leicht, aber überaus fest und formbeständig
✔ als Erstpiercing empfohlen

Chirurgenstahl

Bei dem Material Chirurgenstahl (316L) handelt es sich um eine rostfreie Eisenlegierung, die einen ziemlich geringen Nickelanteil enthält. Allerdings wird es nicht als Nickelsalz an den Körper abgegeben und schädigt damit nicht den Körper. Um jedoch ganz auf Nummer sicher zu gehen, sollte man für sein Erstpiercing keinen Chirurgenstahl verwenden, aber nach Abheilung des Stichkanals ist das Material bedenkenlos als Dauerschmuck geeignet.
Eigenschaften:
- geringer Nickelanteil
- korrodiert nicht
- stabil
- glatte Oberfläche
✗ nicht als Erstpiercing geeignet, aber als Dauerschmuck

Implantanium

Es handelt sich um eine Form des Chirurgenstahls, welche allerdings einen geringeren Nickelanteil besitzt. Es wurde speziell für die Fertigung von Piercings entwickelt, setzte sich aber wegen unterschiedlicher Qualität und des Preises nicht durch. Der Nickelgehalt von Implantanium liegt bei unter 0,05%, entspricht damit den EU-Richtlinien und kann deshalb bedenkenlos als Material für den Erstschmuck gewählt werden.
Eigenschaften:
- sehr geringer Nickelanteil
- sehr hautverträglich, kaum allergische Reaktionen
- sehr glatte Oberfläche
- stabil
- korrodiert nicht
- eher selten und nur kleine Schmuckauswahl aufgrund des hohen Preises und aufwendiger Herstellung
✔ als Erstpiercing geeignet

Niobium/ Niob

Niobium ist ein reines Element und in seinen Eigenschaften dem Titan sehr ähnlich. In einem sehr geringem Maß befindet es sich sogar im menschlichen Körper (z.B. im Blut, in den Knochen, in der Leber und in den Muskeln), damit ist es beinahe ausgeschlossen, dass es bei Einsatz des Materials zu allergischen Reaktionen kommt. Dazu ist es allerdings zwingend notwendig, dass das Piercing aus 99,9% Niob (999 Niobium) besteht.
Eigenschaften:
- nickelfrei
- allergiefrei
- korrodiert nicht
- ist chemisch stabil, reagiert nicht auf Körperflüssigkeiten
- sehr glatte Oberfläche
- sehr stabil
- eher selten und nur kleine Schmuckauswahl aufgrund des hohen Preises und aufwendiger Herstellung
✔ als Erstpiercing geeignet

Teflon (PTFE)/ Bioplast (PMFK)

Es handelt sich bei beiden Materialien um Kunststoffe, welche sehr hautverträglich sind und keine Allergien auslösen. Sie sind zudem sehr leicht und haben eine besonders glatte Oberfläche, an der Fremdsubstanzen äußerst schlecht haften, was auch ein Grund dafür ist, dass es während der Abheilung kaum zu Komplikationen kommt. Teflon und Bioplast sind nicht magnetisch und müssen darum für medizinische Untersuchungen, wie z.B. das Röntgen nicht entfernt werden. Die hohe Flexibilität lässt zu, dass der Schmuck auf die benötigte Länge zugeschnitten werden kann und ist zudem bestens als (Bauchnabel-)Schmuck während der Schwangerschaft geeignet. Auch die Sterilisierung ist ohne Einschränkung möglich.
Eigenschaften:
- nickelfrei
- allergiefrei
- sehr hautverträglich
- flexibel
- sehr leicht
- sehr glatte Oberfläche
- nicht magnetisch
✔ als Erstpiercing empfohlen

Gold

Gold gehört zu den Edelmetallen und wird aufgrund seiner glänzenden Farbe und dem hohen Wert gern als Schmuck getragen. Allerdings ist die Verwendung von Piercingschmuck aus reinem Gold nicht zu empfehlen, denn Gold ist ein äußerst weiches Material, so dass Gewinde und Fassungen keine lange Lebensdauer hätten. Man sollte allerdings auch keinen Piercingschmuck aus Gold unter 18 Karat (750er Gold) auswählen, da minderwertigere Legierungen Allergien auslösen können oder schnell anlaufen und schwarz werden. An der oft unebene Oberfläche können Verunreinigungen besser haften und so kann es zu Abheilungsschwierigkeiten und Entzündungen der Haut kommen.
Eigenschaften:
- Edelmetall
- sehr weich
- Legierungen enthalten Nickel
- kann Allergien auslösen
- unebene Oberfläche
✗ nicht als Erstpiercing geeignet

Silber

Silber ist ein weißglänzendes Edelmetall, welches die Eigenschaft hat Nickel abzugeben und ist damit in keinster Weise als Erstschmuck geeignet. Auch Dauerschmuck aus Silber ist nicht unbedingt zu empfehlen, sollte man allerdings nicht darauf verzichten können, so sollte man sich nur für 925er Sterling Silber entscheiden und den direkten Kontakt mit dem Stichkanal vermeiden und nur oberflächlich tragen, z.B. durch das Verwenden eines Stabes aus Titan. Silber neigt außerdem dazu sich zu verfärben, es läuft schwarz an.
Eigenschaften:
- gibt Nickel ab
- verfärbt sich
- kann Allergien auslösen
✗ nicht als Erstpiercing geeignet, nicht als Dauerschmuck zu empfehlen

Acryl/ Plexiglas

Es handelt sich dabei um transparente Kunststoffe, die winzige Poren besitzen, an denen sich Wundsekret und Verunreinigungen ablagern können, das kann dann zu Entzündungen führen. Um die Reizung der Haut und die Bildung von Geruch zu vermeiden ist eine regelmäßige, sorgfältige Reinigung des Schmucks extrem wichtig. Ansonsten sind die Materialien hautverträglich und lösen keine Allergien aus. Sie sind allerdings nicht sehr stabil und können bei stärkerer Belastung leicht zerbrechen, dies kann dann unter Umständen zu Verletzungen des Stichkanals kommen.
Eigenschaften:
- nickelfrei
- hautverträglich
- allergiefrei
- raue Oberfläche
- nicht magnetisch
- sehr leicht
- preiswert
✗ nicht als Erstpiercing geeignet

Natürliche Materialien: Holz, Horn, Knochen, Elfenbein, Bernstein (Amber)

Natürliche Materialien sind sehr leicht zu verarbeiten und können gut für Piercingschmuck verwendet werden. Man sollte aber auf hervorragende Qualität achten, denn schlecht behandelte Materialien, die z.B. zu grob geschliffen sind, können die Haut verletzen oder verursachen, dass Gewebe festwächst.

Holz

Holz ist eines der ältesten Materialien, aus denen Schmuck hergestellt wird. Gründe dafür sind, dass das Material enorm leicht und preiswert ist, es sich beliebig bearbeiten und formen lässt und verschiedene Farben und Maserungen jedes Schmuckteil zu einem Einzelstück machen. Jedoch ist nicht jede Holzart dafür geeignet. Man sollte ausschließlich relativ hartes Holz verwenden, dessen Oberfläche sehr glatt geschliffen werden kann. Zudem ist es wichtig, dass das Holz nur wenige bis gar keine Poren hat, damit Körperabsonderungen vom Schmuck nicht aufgenommen werden und es so zu keiner Geruchsbildung und Talgablagerung kommt.
Eigenschaften:
- sehr leicht
- nickelfrei
- sehr hautverträglich, kaum allergische Reaktionen
- hoher Tragekomfort, kaum Geruchsbildung und Talgablagerung
- individuell
- preiswert
- nicht magnetisch
- raue Oberfläche
- empfindlich
✗ nicht als Erstpiercing geeignet

Tierische Materialien (Horn, Knochen, Elfenbein)

Auch aus tierischen Materialien werden seit geraumer Zeit Schmuckstücke gefertigt. Die Vorteile liegen darin, dass sich Horn, Knochen und Elfenbein einfach bearbeiten lassen, extrem glatt geschliffen werden können, sie die Haut „atmen“ lassen und sie sich selbst bei geringen Temperaturen nicht abkühlen, sondern ihre Wärme behalten. Es handelt sich jedoch auch um empfindliche Materialien, welche austrocknen oder in denen Risse entstehen können. Besonders sollte man auf regelmäßige und ordentliche Reinigung des Schmuckes Wert legen, da es sonst eventuell zu leichter Bakterienbildung kommen kann.
Eigenschaften:
- leicht
- nickelfrei
- sehr hautverträglich, kaum allergische Reaktionen
- hoher Tragekomfort, kaum Geruchsbildung und Talgablagerung
- nicht magnetisch
- raue Oberfläche
- empfindlich, zerbrechlich
✗ nicht als Erstpiercing geeignet

Bernstein/ Amber

Bernstein ist ein Schmuckstein, der aus fossilem Harz besteht. Er ist klar bis undurchsichtig und meist gelblich-braun gefärbt. Jeder Stein sieht anders aus und ermöglicht damit die Fertigung individuellen Schmuckes.
Eigenschaften:
- leicht
- nickelfrei
- hautverträglich
- relativ glatte Oberfläche
- nicht magnetisch
- zerbrechlich
- hitzeempfindlich
✗ nicht als Erstpiercing geeignet

Sind einem für die Wahl des Erstschmucks also noch ein paar Grenzen gesetzt, so stehen einem für den Dauerschmuck fast alle Türen offen. Es gibt zahlreiche Angebote in allen möglichen Farben, Formen, Mustern, Materialien, mit Glitzersteinen und und und..

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